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BORS (Berufsorientierung an der Realschule)

Verantwortliche Lehrkräfte:

Leitung und Gesamtkoordination: Andrea Maisel, Konrektorin und Susanne Schray, BORS-Beauftragte

Organisation Profil AC: Susanne Schray

BORS-Lehrkräfte: Susanne Becker, Helga Eiler, Sylvie Kurutz, Andrea Maisel, Dorotea Malvasi, Jonas Metz, Susanne Schray, Elvira Striegel

Organisation an der MRS:

Das Themenorientierte Projekt „Berufsorientierung an Realschulen“ (BORS) ist in der MRS im 9. Schuljahr vor allem im EWG-Unterricht angesiedelt. Von insgesamt drei EWG-Stunden in Klasse 9 ist eine Stunde pro Woche für den BORS-Unterricht vorgesehen. Darüber hinaus beteiligen sich weitere Fächer, wie z.B. Deutsch, aktiv an dem Weg der Berufswahlreife.

Das im Schuljahr 2013 / 14 verbindlich eingeführte Fach Kompetenzanalyse Profl AC in Klasse 8 bildet die Grundlage für die Arbeit in Klasse 9. Die Mörike-Realschule hat bereits im Schuljahr 2011 / 12 die ersten Kompetenzanalysen und im Schuljahr 2012 / 13 in allen 8. Klassen Profil AC durchgeführt.

Im Bildungsplan 2004 wird vom TOP „BORS“ „(…) das Einbeziehen der Eltern, (…) außerschulischer Partner wie auch der Kontakt zu ehemaligen Realschülerinnen und Realschülern (…)“ gefordert. Des Weiteren sollen die Lehrkräfte „(…) regelmäßig im Dialog mit außerschulischen Experten aus Betrieben, Behörden und den auf der Realschule aufbauenden Schulen (…) „ sein (Vgl. Bildungsplan Baden-Württemberg 2004, S.184). Diesen Forderungen entspricht die MRS mit ihren Bildungspartnerschaften und ihrem sogenannten „BORS-Fahrplan“, die nachfolgend beschrieben werden.

Bildungspartnerschaften:

Die MRS arbeitet eng mit verschiedenen Institutionen zusammen und unterhält Kooperationen mit verschiedenen ortsansässigen Firmen.

Mit folgenden Kooperationspartnern bestehen schriftliche Kooperationsvereinbarungen: Firma MAHLE BEHR, Mühlacker; Firma Elumatec, Mühlacker; Georg-Kerschensteiner-Schule Mühlacker; Firma Steuler, Mühlacker; Firma Stock Werkzeugbau, Ötisheim; Firma Geissel, Mühlacker

Quali-Pass

Die Schülerinnen und Schüler verwenden den sog. „Qualipass“ zur Sammlung berufsrelevanter Nachweise: Der Qualipass wird herausgegeben von dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und der Servicestelle Jugend in Baden-Württemberg. Platz ist im Qualipass unter anderem für Praktika, Sprachkurse, Auslandsaufenthalte, Vereinsmitarbeit oder die Mithilfe in sozialen Einrichtungen und Projekten. Hier werden vielfältige Qualifikationen vermittelt und erlernt. Der Qualipass hält mit Brief und Siegel das Engagement der Jugendlichen und die persönlichen und fachlichen Stärken fest. Das motiviert und ermutigt die Jugendlichen, aktiv zu werden und sich zu erproben.

Der Qualipass wird an der Mörike-Realschule in der 8. Klasse im EWG-Unterricht eingeführt. Als erste Bescheinigungen heften die Schülerinnen und Schüler ihre SE- und WVR-Testate, die sie in Klasse 8 erwerben, ab. Auch die Auswertungsbögen der Kompetenzanalyse AC Profil finden dort ihren Platz.

In Klasse 9 wird der Quali-Pass im Rahmen des BORS-Unterrichts weitergeführt.

Informationen zum Quali-Pass finden Sie unter www.qualipass.info

BoriS-Siegel

Für die besondere Arbeit im Bereich der Berufsorientierung wurde die MRS 2011 mit dem Berufswahlsiegel (BoriS) ausgezeichnet.
Informationen zum BoriS-Siegel finden Sie unter
www.boris-bw.de

Stationen des BORS-Unterrichts in Klasse 9:

Berufsinformationsabend

Ausbildungsbörse

Betriebsbesichtigungen

Berufsinformationszentrum

Praktikumswoche

Bewerbertag

BORS-Unterricht und die BORS-Präsentation

 

Berufinformationsabend für die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern
in Kooperation mit der Firma Mahle und der Agentur für Arbeit

Dieser Abend dient dazu, den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern den Ablauf von BORS an der Mörike-Realschule (MRS) zu erläutern, die Anforderungen der Wirtschaft bezüglich der Bewerbung aufzuzeigen und Möglichkeiten der Unterstützung bei der Berufswahlfindung seitens der Arbeitsagentur darzustellen.

Dies erfolgt in Form eines ca. einstündigen Vortrags von drei Referenten (BORS-Beauftragte der MRS, Ausbildungsleiter der Fa. Mahle, Mitarbeiterin der Arbeitsagentur (Berufsberaterin des Enzkreises).

Vor und nach dem Vortrag haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mit Auszubildenden der Fa. Mahle (Behr), an deren Informationsständen ins Gespräch zu kommen. Da es sich bei den Auszubildenden oft um ehemalige Schüler der MRS handelt, kommen die Jugendlichen unbefangener ins Gespräch und können so einerseits nützliche Tipps bezüglich Bewerbung und Einstellung wie auch Informationen zu den einzelnen Ausbildungsberufen der Fa. Mahle erhalten.


Besuch der Ausbildungsbörse im Mühlehof Mühlacker

Jedes Jahr findet am zweiten Wochenende im Oktober die Aus- und Weiterbildungsbörse in den Beruflichen Schulen Mühlacker statt. Die MRS verpflichtet die Schülerinnen und Schüler zu einem Besuch und die BORS-Lehrkräfte begleiten die Klassen in dem mit den anderen Schulen abgesprochenen Zeitfenster. Die Ausbildungsbörse bietet die Möglichkeit Kontakte mit möglichen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen und auch eine Praktikumsstelle zu finden.

Im Rahmen der Ausbildungsbörse finden auch verschiedene Veranstaltungen statt, die von der Schulleitung und den Lehrkräften regelmäßig zum Erfahrungsaustausch mit den betrieblichen Kooperationspartnern genutzt werden.

Betriebsbesichtigungen

Bei den Betriebsbesichtigungen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Betriebe im Umkreis näher kennenzulernen und diese zu besichtigen.

Folgende Betriebe und Einrichtungen in Mühlacker und Ötisheim sind dabei unsere Kooperationspartner:
Firma Abele,  Firma Elumatec, Enzkreis-Kliniken Mühlacker, Firma Geissel, Firma Händle, Firma Kummer, Firma Mahle, Lebenshilfe Mühlacker, Firma Mailshop, Firma Sihn, Druckerei Stegmaier, Firma Steuler Fliesen, Firma Stock.

Die Betriebsbesichtigung wird im BORS- Unterricht vor- und nachbereitet. So bekommen die Schülerinnen und Schüler u.a. auch eine Aufgabenstellung, die sie dazu anregen soll, sich mit dem zu besuchenden Betrieb näher zu beschäftigen und bei der Betriebsbesichtigung konkrete Fragen zum Unternehmen zu stellen. Darüber hinaus fertigen sie einen kurzen Bericht über die Betriebsbesichtigung für ihren BORS- Ordner an.


Der Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Pforzheim

Hier besuchen alle neunten Klassen die Berufsberaterin im BIZ in Pforzheim. Die Schülerinnen und Schüler bekommen abhängig von ihren Berufswünschen Arbeitsaufträge gestellt, die ihnen bei ihrer weiteren Berufsorientierung helfen sollen. So suchen beispielsweise Schüler, die für sich noch nicht den passenden Ausbildungsberuf gefunden haben, mit Hilfe der Internetseite Planet Beruf nach dem für sie geeigneten Ausbildungsberuf.

Die Jugendlichen, die planen, nach dem Realschulabschluss auf eine weiterführende Schule zu gehen, bekommen die Aufgabe, sich mit dem dementsprechenden Informationsmaterial zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.



Die Praktikumswoche

Alle Schülerinnen und Schüler haben bereits im Unterricht gelernt, wie sie den für sich passenden Beruf finden können, wie man sich schriftlich bewirbt und wie ein Bewerbungsgespräch abläuft. Darüber hinaus haben sie sich ausreichend über ihren Wunschberuf informiert. Nun, im Rahmen des einwöchigen Praktikums, können sie erfahren, ob dieser Beruf auch wirklich ihren Fähigkeiten und Wünschen entspricht.

Im Rahmen des BORS-Unterrichts werden die Schülerinnen und Schüler ausreichend von den BORS-Lehrerinnen auf ihr Praktikum vorbereitet. So werden einerseits praktische Themen wie Schutzmaßnahmen in Betrieben erarbeitet, andererseits werden die Jugendlichen auch auf ihre Praktikumswoche vorbereitet, denn die Praktikumswoche kann die Eintrittskarte für eine Ausbildungsstelle sein.

Der Bewerbertag

Der Bewerbertag der MRS wurde im Schuljahr 2008/2009 ins Leben gerufen. Er wurde in den letzten Jahren in Zusammenarbeit zwischen der BORS-Beauftragten der MRS und den Mitarbeitern der Agentur für Arbeit organisiert. Der Bewerbertag findet in den Räumen des Rathauses Mühlacker statt. Die Schülerinnen und Schüler führen mit Personalverantwortlichen aus Betrieben des Enzkreises fiktive Einstellungsgespräche. Dabei wird dafür Sorge getragen, dass sie entsprechend ihrem Ausbildungswunsch einen Gesprächspartner aus der jeweiligen relevanten Branche erhalten. Ein Schüler, der sich beispielsweise als Bankkaufmann bewirbt, wird einem Personalchef der Kreissparkasse zugeteilt. Die schriftlichen Bewerbungen für die Personalverantwortlichen haben die Schüler bereits eine Woche vor dem Bewerbertag bei der BORS-Beauftragten der MRS abzugeben.

Der Bewerbertag läuft wie folgt ab:

45 Minuten vor seinem Bewerbungsgesprächstermin, der den Schülern bereits seit einer Woche bekannt ist, findet sich die Schülerin bzw. der Schüler im Rathaus ein.

Die BORS- Lehrerinnen des laufenden Schuljahres nehmen die Jugendlichen in Empfang und bereiten sie noch einmal in kleiner Runde auf das Gespräch vor. Tipps, die im Unterricht bereits behandelt wurden (Sitzhaltung, Augenkontakt werden noch einmal wiederholt. Ziel ist es hierbei, den Schülern die Aufregung vor dem anstehenden Gespräch zu nehmen.

Zehn Minuten vor Gesprächsbeginn, wird die Schülerin bzw. der Schüler vor den Raum seines Gesprächspartners gebracht.

Das Vorstellungsgespräch selbst dauert etwa zehn Minuten. Am Ende des Gesprächs gibt der Personalverantwortliche der Schülerin bzw. dem Schüler eine persönliche Rückmeldung, bezüglich des Gespräches und auch der schriftlichen Bewerbung. Darüberhinaus füllt der Personalchef einen Rückmeldebogen aus, mit welchem der Jugendliche entlassen wird.

Anschließend geht die Schülerin bzw. der Schüler mit seinem Rückmeldebogen zu einer Nachbesprechung mit Berufsberatern der Arbeitsagentur, die ebenfalls im Rathaus zur Verfügung stehen. Die Berufsberater zeigen den Jugendlichen nun Möglichkeiten auf, wie sie mit Ihrem Ergebnis jetzt weiter machen können. Im Idealfall ist das Gespräch gut verlaufen, der Jugendliche bekommt eine Empfehlung, sich für den ausgesuchten Beruf zu bewerben. Dann bekommt er Adressen von Ausbildungsbetrieben, bei denen er sich bewerben kann. Sollte das Gespräch nicht erfolgreich verlaufen sein, versuchen die Berufsberater gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Verbesserungsmöglichkeiten zu finden, bzw. neue, für sie geeignetere Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zur weiteren Unterstützung steht darüber hinaus die Schulsozialarbeiterin der MRS, Frau Hermann, bei der Nachbesprechung zur Verfügung.


Der BORS-Unterricht und die BORS-Präsentation

Die Theoriethemen finden über das ganze Schuljahr verteilt im Unterricht statt.

Ein Teil, nämlich die schriftliche Bewerbung, wird von den Deutschlehrkräften in den Klassen im Deutschunterricht behandelt. Am Ende dieser Unterrichtseinheit geben alle Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Bewerbung ab, die von den Deutschlehrkräften benotet wird.

Der umfangreichere Teil des BORS- Unterrichts ist im EWG Unterricht der neunten Klassen angesiedelt:

Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler zum einen ein Bewerbungstraining. Dabei werden Themen wie das Bewerbungsgespräch oder Einstellungstests erarbeitet.

Zum anderen wird ihnen aufgezeigt, welche Möglichkeiten sie nach dem Realschulabschluss überhaupt haben und wie sie die für sie passende Berufswahl treffen können.

Ein dritter Teil des BORS- Unterrichts bilden die Theorie-Themen, welche im Laufe des Schuljahres behandelt werden. Themen, die hier bearbeitet werden sind beispielsweise: Berufe im Wandel, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, duale und schulische Berufsausbildung usw.

Nach dem Praktikum präsentieren die Schüler in der Klasse ihre Praktikumswoche. Diese Präsentation wird nach vorgegebenen Kriterien bewertet.

Am Ende des Schuljahres erhalten alle Schüler ein BORS-Testat.